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KI-Anwendungen und Prototypen · 16.09.2026

Der Prototyp beginnt am Liegepunkt

Ein wartender Vorgang zeigt, welchen Prozessschritt Ihr nächster Softwareprototyp prüfen muss.

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Montag in der Qualitätsrunde: Die Bereichsleiterin verschiebt eine Lieferantenabweichung erneut. Messdaten liegen im QMS, die Abweichfreigabe im ERP, Rückfragen im Postfach. Heute steht die Entscheidung an, welchen Übergang ein Prototyp schließen soll.

Öffnen Sie die Warteschlange nach Prozessstatus. Wenn mehrere aktive Vorgänge am selben Übergang warten, liegt dort eine prüfbare Fallklasse. Der älteste nachvollziehbare Fall dieser Gruppe liefert das Testmaterial.

Der Prototyp erhält damit eine Grenze: vom ersten manuellen Übergang bis zur Buchung, Freigabe oder Rückmeldung im führenden System.

Der Liegepunkt begrenzt den Auftrag

Lassen Sie den Prozessverantwortlichen die aktiven und weiterhin relevanten Vorgänge nach ihrem wartenden Prozessschritt ordnen. Ein wiederkehrender Liegepunkt zeigt, welche Übergabe der Betrieb mehrfach ausführt oder nachverfolgt.

Für die ausgewählte Fallklasse entsteht eine Seite mit vier Festlegungen:

  • Prozessobjekt: Benennen Sie Vorgang, Status und führendes System.
  • Liegepunkt: Benennen Sie die fehlende Information oder Entscheidung und die zuständige Rolle.
  • Systemweg: Tragen Sie Quellen, Berechtigungen und manuelle Übergaben bis zum Zielsystem ein.
  • Abnahmeereignis: Legen Sie Buchung, Freigabe oder Rückmeldung fest, die den Vorgang fachlich weiterführt.

Fachbereich, Datenschutz und IT-Sicherheit geben Testkopie, Testmandant und Löschweg frei. Ein Trockenlauf endet vor jedem Schreibzugriff auf QMS, ERP oder PLM in Produktion. Der Prozessverantwortliche bestätigt Fallklasse und Abnahmeereignis.

Die Auftragsgrenze steht damit im Ablauf:

manueller Übergang → fachliche Entscheidung → Abnahmeereignis im Zielsystem

Der Lenkungskreis beschließt den Prototypauftrag

Der Lenkungskreis kann den Prototypauftrag heute freigeben. Der Auftrag nennt Fallklasse, Auftragsgrenze, Datenweg, verantwortliche Rollen, Testfälle und Abnahmeereignis.

Die Aufgabe bestimmt die Technik. Eine feste Regel routet vollständige Vorgänge. Texterkennung erschließt ein gescanntes Dokument. Eine Suche findet die gültige Arbeitsanweisung. Ein Modell klassifiziert den Fall für die fachliche Entscheidung.

Für den ersten Stand werden Regel-, Lücken- und Grenzfall festgelegt. Der Regelfall besitzt ein bekanntes Ergebnis. Im Lückenfall fehlt eine Pflichtinformation. Der Grenzfall verlangt eine fachliche Entscheidung.

Das Abnahmekriterium bleibt für jede Technik gleich: Der Testfall erreicht im Testmandanten das vereinbarte Abnahmeereignis, und das Laufprotokoll weist Quellen, Rollen und Systemstatus aus.

Offene Datenrechte, fehlende Dokumentversionen und ungeklärte Schreibrechte erhalten vor dem ersten Test ein Arbeitspaket mit Verantwortlichem und Abnahmekriterium.

Der gebaute Stand gehört an den Arbeitsplatz

Nach dem ersten gebauten Stand führt der spätere Anwender die drei Testfälle im Testmandanten aus. Der Test beginnt am manuellen Übergang und endet am vereinbarten Abnahmeereignis.

Das Laufprotokoll hält Suchwege, Systemwechsel, Rückfragen und Übersteuerungen am betroffenen Prozessschritt fest. Jede Beobachtung wird einer gewünschten Folge im System zugeordnet.

Durchlaufzeit im Test, manuelle Übergaben und Vollständigkeit des erzeugten Prozessobjekts beschreiben den gebauten Stand. Ein anschließendes Prüffenster verbindet diese Messgrößen mit dem Rückstau im Betrieb.

Der Abnahmebeschluss dokumentiert erfüllte Testfälle und offene Arbeitspakete. Der Lenkungskreis kann den Umfang danach eingrenzen oder das Vorhaben beenden. Das vollständige Prüffenster trägt die Entscheidung über eine Erweiterung.

Die Fallklasse bleibt stabil

Ein Prototyp löst einen benannten Übergang für eine definierte Fallklasse. Neue Vorgangstypen, zusätzliche Zielsysteme und weitere Entscheidungsrechte erweitern den Auftrag nach einem abgeschlossenen Prüffenster.

Diese Grenze schützt Budget und Testaussage. Der Rückstau bleibt während des Prüffensters nach Prozessstatus sichtbar; der bearbeitete Liegepunkt erhält eine eigene Kennzahl und einen Entscheidungsweg.

Wir entwickeln solche Softwareprototypen vom Prozessobjekt bis zum Abnahmeereignis, binden die Fachsysteme an und führen den Arbeitsplatztest mit den späteren Anwendern durch.

Übergang, Fallklasse und Abnahmeereignis machen den Prototypauftrag im Lenkungskreis prüfbar.

Fragen

Welcher Liegepunkt eignet sich für einen Prototyp?
Ein Prozessübergang, an dem mehrere aktive und weiterhin relevante Vorgänge auf dieselbe Information oder Entscheidung warten. Der älteste nachvollziehbare Fall dieser Gruppe liefert das Testmaterial.
Welche Entscheidung kann der Lenkungskreis heute treffen?
Er kann den Prototypauftrag vom ersten manuellen Übergang bis zum Abnahmeereignis im Zielsystem freigeben, einschließlich Rollen, Testfällen und Abbruchkante.
Wann folgt der Arbeitsplatztest?
Nach dem ersten gebauten Stand. Der spätere Anwender führt Regel-, Lücken- und Grenzfall im Testmandanten bis zum vereinbarten Abnahmeereignis.

Quellen

  1. VDA-Band 7: Austausch von Qualitätsdaten (QDX), 3. überarbeitete Auflage 2021Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)
  2. ISO 9241-210:2019 — Human-centred design for interactive systemsInternational Organization for Standardization
  3. ISO 9241-220:2019 — Processes for enabling, executing and assessing human-centred design within organizationsInternational Organization for Standardization

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